(Motorsport-Total.com) – Die DTM eSports Championship ist am vergangenen Samstag offiziell in die Saison 2026 gestartet. Auf dem traditionsreichen Dünenkurs von Zandvoort setzte sich der Italiener Alessandro Ottaviani (Team Vitality) nach einem packenden Rennen gegen Manuel Vera (HGE Racing Esports) und Maximilian Benecke (MOUZ) durch.
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Alessandro Ottaviani setzt sich auf dem Dünenkurs in Zandvoort durch
Zoom
Auch das neue Championship-Format feierte einen gelungenen Einstand. Insgesamt gingen rund 600 Fahrerinnen und Fahrer in 19 Splits an den Start. Im Top-Split, der live auf dem DTM-YouTube-Kanal übertragen wurde, mischten sich zahlreiche neue Namen unter die etablierten Spitzenfahrer. Ein deutliches Zeichen dafür, wie viel unentdecktes Talent die Sim-Racing-Szene bereithält und welche Chancen das neue Format bietet.
Ottaviani sichert sich die Poleposition
Zandvoort gilt als eine der anspruchsvollsten Strecken im Kalender, auf der Überholmanöver traditionell schwierig sind. Entsprechend hoch war die Bedeutung des Qualifyings. Dort legte Ottaviani den Grundstein für seinen Erfolg und sicherte sich die Poleposition vor Manuel Vera, Tomás Ribeiro (Xero Point Racing) und Maximilian Benecke.
Strategieduell entscheidet das Rennen
Auch beim Start ließ Ottaviani nichts anbrennen und behauptete die Führung vor Vera und Ribeiro. Als sich das Boxenstoppfenster öffnete, entschieden sich Vera und Caique Oliveira (BS+Competition) früh für ihren ersten Pflichtstopp. Ottaviani reagierte eine Runde später und verteidigte seine Spitzenposition. In der Folge entwickelte sich ein intensives Duell zwischen Ottaviani und Vera.
Der Spanier setzte den Italiener permanent unter Druck, fand auf der engen Strecke jedoch keinen Weg vorbei. Zur Rennmitte versuchte Vera deshalb erneut, die Führung über die Strategie zu erobern, und absolvierte seinen zweiten Pflichtboxenstopp bereits in Runde 20. Wieder zog Ottaviani eine Runde später nach und kehrte nur hauchdünn vor seinem Rivalen auf die Strecke zurück.
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Tomas Ribeiro und Maximilian Benecke lieferten beim Auftakt packendes Racing Zoom
Mit einem deutlich älteren Reifensatz musste Ottaviani anschließend mehr als 25 Minuten lang den Angriffen seiner Verfolger standhalten. Der Team-Vitality-Pilot verteidigte seine Führung jedoch souverän und überquerte die Ziellinie nach 60 Rennminuten mit lediglich 0,323 Sekunden Vorsprung vor Vera. Komplettiert wurde das Podium von Maximilian Benecke. Tomás Ribeiro sicherte sich den vierten Platz.
Für zusätzliche Spannung sorgte eine alternative Strategie von Turkka Häkkinen (Needracing.com) und Nikodem Wisniewski (Drivelab Coaching). Beide verschoben ihren zweiten Pflichtboxenstopp bis rund zehn Minuten vor Rennende und kämpften sich dadurch noch in die Punkteränge vor.
Nachdem sie kurz vor dem zweiten Stoppfenster lediglich auf den Positionen zehn beziehungsweise 13 gelegen hatten, wurden sie schließlich mit den Plätzen fünf und sechs belohnt.
Stimmen nach dem Saisonauftakt
Alessandro Ottaviani: “Dieser Sieg kam völlig unerwartet und ich bin unglaublich glücklich. Manuel war heute wahrscheinlich der schnellste Fahrer im Feld und ich habe alles versucht, ihn hinter mir zu halten. Auch Maximilian hatte eine starke Pace. In Zandvoort ist Überholen extrem schwierig – deshalb war das Qualifying heute der Schlüssel zum Erfolg.”
Manuel Vera: “Ich hätte nicht erwartet, heute um den Sieg kämpfen zu können. Ich wusste, dass unsere Pace gut ist, aber nicht, dass sie so gut sein würde. Das Feld ist unglaublich stark besetzt. Ottaviani hat einen fantastischen Job gemacht. Ich war vielleicht etwas schneller, musste aber gleichzeitig Maximilian im Rückspiegel kontrollieren.”
Nächster Stopp: Nürburgring
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Fahrern nicht. Bereits am kommenden Samstag, dem 16. Juni 2026, steht der zweite Saisonlauf der DTM eSports Championship auf dem Programm. Der Top-Split wird erneut ab 19:00 Uhr live auf dem DTM-YouTube-Kanal übertragen.
